


Anne Bahrinipours Arbeiten bewegen sich entlang der Grenze zur Abstraktion, mit Andeutungen an Landschaften oder Figuren. Die Künstlerin aus Witten kreiert direkte Übertragungen ihrer Innenwelt mit Acryl auf Leinwand. Stark von ihrer Intuition geleitet, malt sie in Serien, die die Farbwahl verbindet. Ihre Bilder haben eine starke energetische Kraft, die ruhige, stabile Bildbereiche mit dynamisch rhythmischen vereint. Anne Bahrinipour ist in Sammlungen im In- und Ausland vertreten.
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Momentaufnahmen
Die Malerin Anne Bahrinipour folgt ihrer Intuition und wartet auf den Moment, in dem das, was sie erahnt, aus dem Unbewussten an die Oberfläche gelangt und bildnerischen Ausdruck findet. Ihr Hauptinteresse ist es zum Wesenskern zu gelangen. Dies ist im Übrigen seit jeher ein Antriebsmotor der abstrakten Kunst.
Ihre Arbeiten sind innere Momentaufnahmen, der Versuch Bewegung zu gefrieren und die Zeit anzuhalten.
Sie hat fast 20 Jahre lang Aktzeichnen unterrichtet, somit spielt der Akt , die Figur noch eine größere Rolle in den früheren Bildern. Die Künstlerin hat eine Wende in ihrem Leben erlebt, die auch ihre Malerei grundlegend geändert hat, eine Wende nach innen. 33-jährig begleitete sie eine 26 Jahre alte sterbende Freundin die letzten 3 Monate. Diese intensive Begegnung mit dem Tod hat sie religiös-spirituell zu der Bahai Religion gebracht. Außerdem hat sie sich weiter mit dem Thema Tod beschäftigt, als die Malerin mit krebskranken Frauen in einem offenen Atelier über 29 Jahre hinweg gemeinsam gemalt hat. Stattgefunden hat eine Versöhnung mit dem Tod und mit Gott, eine Hinwendung zu einer Religion, die allumfassen, friedensstiftend und versöhnend ist.
Anne Bahrinipour sagt: „Für mich ist das Malen ein intuitiver Prozess, in dem ich mit Hilfe von Materialien meiner inneren Bewegung Ausdruck verleihe, ohne Vorentwürfe oder beschönigende Verbesserungen. Mich interessiert, was sich spontan während des konzentrierten Tuns auf der Leinwand entwickelt.“ Mal erinnert es an Landschaft, mal an Figuren. Die Arbeiten bewegen sich mal diesseits, mal jenseits der Abstraktionsgrenze, die Übergänge sind fließend.
Durch ihre lange Zeit als Zeichnerin, ist die Tuschelinie ein wichtiges Ausdrucksmittel. Er unterstreicht durch den lebendigen schwungvollen Strich die innere Bewegung und steht im Kontrast zum ruhigeren Hintergrund. In der letzten Serie verzichtet sie fast ganz darauf.
Die Tiefe des Bildes, die verschiedenen Zeit u.- Raumebenen sind ihr ein Anliegen. Während des Malprozesses dreht sie das Bild öfter, und lässt sich inspirieren von den Seherlebnissen. Das Bild wird zur Projektionsfläche ihrer eigenen Wahrnehmung.
Anspielungen, Andeutungen an Landschaft oder Formen sollen auch dem Betrachter die Möglichkeit zur freien Interpretation geben.
Sie arbeitet in Farbserien, wobei die Farben für sie die Elemente widerspiegeln, zum Beispiel gibt es eine blau-türkisen Phase für das Element Wasser, rote Arbeiten stehen für das Element Feuer und gelbe Bilder verbindet sie mit dem Element Luft. Die Wahl der Farbe würde sie sicherlich keine Wahl nennen, denn es ist eher so, dass sie innerlich eine starke Anziehung zu einer Farbe empfindet und dieser folgen muss. Bei der Serie „Feuer und Schnee“ in rot, führt die Aufhebung der Gegensätze zum Begriff der Leidenschaft.
Die Künstlerin hat das Anliegen mit ihrer Kunst etwas in der Welt zu bewegen. Ihre Bilder enthalten Botschaften, die für sie eine Bedeutung haben. Malen ist für sie eine Möglichkeit, das, was in ihrem Inneren geschieht direkt in Farbe und Form zu übertragen, wie eine direkte Aufzeichnung der Innenerfahrung.









