
Anatol Burikin lehrte nach seinem Studium an der Moskauer Akademie Zeichnung und Malerei. Seit 2010 arbeitet der russische Künstler als Maler in Wien. Seine Bilder sind gekennzeichnet durch eine besondere Tiefe. Sie entstehen wie in einem Reifeprozess, er arbeitet an mehreren parallel, Schicht für Schicht. So entsteht ein Spiel zwischen Verbergen und Enthüllen, das seine Werke durch die lebendige Oberfläche unverkennbar macht. Seine Bilder sind in Museen und privaten Sammlungen in Europa, Thailand, Kanada und den USA vertreten. Burykin nahm außerdem an internationalen Messen teil, wie Innsbruck, München und Wien.
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Anatol Burikin hat an der Moskauer Akademie Architektur studiert und lehrte dort anschließend 9 Jahre lang Zeichnung und Malerei. Seine Arbeiten sind danach vielfach sehr erfolgreich als Buchillustrationen veröffentlicht worden. Seit 1997 lebt Burykin in Wien, wo er bald begonnen hat, in Öl und auf Leinwand zu malen. Seit 2005 hat er mit seiner Malerei internationale Ausstellungen.Seine Bilder sind in Museen und privaten Sammlungen in Europa, Thailand, Kanada und den USA vertreten. Burykin nahm außerdem an internationalen Messen teil, u.a. in Innsbruck, München und Wien. Seit einigen Jahren wird er von einer renommierten Galerie in Paris vertreten. In Paris, Wien und in New York hat er sich bereits einen Namen gemacht.
Anatol Burikin ist inspiriert von Künstlern wie Wassily Kandinsky, El Lissitzky und Aleksander Rodtschenko. Anatol sagt oft, dass seine Entscheidung für abstrakte Kunst von der einzigartigen Atmosphäre stammt, die diese bekannten Künstler kreierten.
Seine Malerei zeichnet sich durch eine besondere Tiefe aus, die die Leinwand zu einer lebendigen Fläche macht, die gleichzeitig porös und matt, glänzend und dicht, weich und rau ist, und die damit auch den Tastsinn anspricht.
Anatol Burikin malt in vielen Schichten, in einem langen Arbeitsprozess, der über Monate manchmal sogar Jahre geht, mit Perioden, wo das Bild wartet, bis er eine nächste Schicht aufträgt. Er selbst sagt: „Ich lasse die Bilder einfach geschehen.“Abgerundet werden seine Gemälde durch die oberste Schicht, die er mit feinen Kratzern versieht und den Werken dadurch eine besondere Strukturiertheit verleiht. Dadurch entsteht ein Spiel zwischen Verbergen und Enthüllen, welches seine Werke so unverkennbar macht. Auf seinen Bildern erscheinen elementare, archetypische Formen, wie Kreise und Quadrate. Ihre Position wird bestimmt von einem Gefühl von Harmonie, denn eine harmonische Komposition ist für den Künstler wichtig.
Dass der Künstler seinen Ursprung in der Architektur hat, ist nicht zu übersehen – alle seine Werke sind klar strukturiert.
Trotz verschiedener kompositorischer Einfälle ist immer eine Leitlinie in der Organisation des Bildes erkennbar. In seltenen Fällen „passiert“ etwas in Burykins Bilder, sie sind in ihrer Gesamtwirkung unaufdringlich und zurückhaltend. Dennoch bewegt sich etwas in ihnen und ist präsent; man könnte es als leichtes Pulsieren und Vibrieren beschreiben, das die Werke lebendig macht.
Die aktuellen Arbeiten von 2013 und 2014 zeichnen sich durch ein Minimum an Farbigkeit und eine auffällige Helligkeit aus. Burikin malt mit unterschiedlichem Farbausdruck, es gibt Phasen mit hellen Bildern, und Phasen mit dunklen Bildern. Dabei geht es ihm weniger um die Farbigkeit, sondern darum, dass die Bilder natürlich entstanden ist.
Um 2010 enstanden farbigere Bilder, die zu einer Serie gehören, in der er sich Stadtlandschaften widmete. In dieser Serie gewann Anatoly seine Inspiration aus der Einfachheit der architektonischen Formen, Lichter und Räume der Stadt.
Wo die Stadt anfängt und die Erde aufhört, wo der Himmel anfängt und die Stadt aufhört, ist schwer ersichtlich. Die Urbanität hat auf Burykins Bildern vollsten Einzug gehalten. Gerade die Dichte an Häusern, die das Erkennen seiner Bewohner nicht zulässt, ist eine Ästhetik, die Burykin besonders interessiert.
Für Anatol Burikin ist Kunst etwas, das nicht durch Denken oder tun entsteht, er sagt: „Ich lasse Bilder geschehen. Diese innere Haltung verleiht seiner Kunst eine philosophisch-mystische Wirkung.“ Sie hängt für ihn mit der russischen Lebenseinstellung zusammen.Er erzählt, dass die Nomadenvölker in Nordostrussland den Rentieren folgen, ihren langen Wanderungen. Es sind nicht die Rentiere, die den Menschen folgen. Einer natürlichen Kraft und Bewegung zu folgen, ist für Anatol Burikin Teil der russischen Lebensphilosophie, die sein Kunstschaffen wesentlich ausmacht.








