{"id":3673,"date":"2018-06-02T09:49:06","date_gmt":"2018-06-02T09:49:06","guid":{"rendered":"https:\/\/art-from-stillness.com\/?page_id=3673"},"modified":"2021-03-25T12:00:49","modified_gmt":"2021-03-25T11:00:49","slug":"peter-royen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/art-from-stillness.com\/de\/peter-royen\/","title":{"rendered":"Peter Royen"},"content":{"rendered":"[vc_row][vc_column width=&#8221;1\/2&#8243; offset=&#8221;vc_hidden-xs&#8221;][vc_single_image image=&#8221;3553&#8243; img_size=&#8221;600&#215;400&#8243; alignment=&#8221;right&#8221;][\/vc_column][vc_column width=&#8221;1\/2&#8243; offset=&#8221;vc_hidden-xs&#8221;][vc_single_image image=&#8221;3551&#8243; img_size=&#8221;600&#215;400&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8221;1\/6&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8221;2\/3&#8243;][vc_column_text]\n<h1 style=\"text-align: center;\">Peter Royen<\/h1>\n[\/vc_column_text][vc_single_image image=&#8221;3549&#8243; img_size=&#8221;medium&#8221; alignment=&#8221;center&#8221; style=&#8221;vc_box_circle_2&#8243;][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1533935000353{padding-left: px !important;}&#8221;]\n<p style=\"text-align: justify;\">Peter Royen, geboren in Amsterdam, verstarb 2013 Jahr mit 90 Jahren in D\u00fcsseldorf, bekannt f\u00fcr seine wei\u00dfen stillen Bilder und das gro\u00dfe Engagement f\u00fcr seine K\u00fcnstlerkollegen. Das Bundesverdienstkreuz 1984 und der K\u00fcnstlerpreis der D\u00fcsseldorfer K\u00fcnstler 2013 sind Ausdruck der hohen Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr ihn.<br \/>\nVon Werner Schmalenbach \u201eMaler der Stille\u201c genannt, arbeitete er zwar mit Geometrie und Struktur, doch sind seine Bilder weder streng noch programmatisch. Es ging ihm darum, die r\u00e4umliche Wirkkraft von Farbe zu erforschen, wozu die Nicht-Farben Wei\u00df und Schwarz perfekt geeignet sind. Er regt den Betrachter an, viel Zeit vor seinen Arbeiten zu verbringen, sich in die Bilder hineinzulesen. Dann entdeckt man die haptischen Eigenschaften des Materials und die subtile Raumwirkung.<br \/>\nNach dem Studium bei Pankok blieb Royen in D\u00fcsseldorf. Er hatte unz\u00e4hlige Ausstellungen in Deutschland, den Niederlanden, sowie in Brasilien und Japan. Viele wichtige internationale Sammler, wie z.B. K\u00f6nigin Beatrix der Niederlande, besitzen Arbeiten von ihm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"collapseomatic \" id=\"id6a802692398ef\"  tabindex=\"0\" title=\"Weiterlesen\"    >Weiterlesen<\/span><div id=\"target-id6a802692398ef\" class=\"collapseomatic_content \">\n<h3 class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"s1\"><b>Wei\u00dfe Stille<\/b><\/span><\/h3>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Peter Royen,1923 in Amsterdam geboren und in 2013 in D\u00fcsseldorf verstorben, war eine Pers\u00f6nlichkeit. Nicht nur, weil er sich 60 Jahre lang mit au\u00dfergew\u00f6hnlich gro\u00dfer Sensibilit\u00e4t und Energie der Kunst widmete. Er setzte sich auch schon fr\u00fch f\u00fcr die \u201eFreiheit der Kunst\u201c und den \u201eRespekt vor dem K\u00fcnstler\u201c ein. Mit 23 zog er nach D\u00fcsseldorf, um an der dortigen Kunstakademie bei Pankok zu studieren. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Er initiierte die Vernetzung und Unterst\u00fctzung regionaler-, aber auch internationaler K\u00fcnstler, im Zuge dessen half er unter anderem das Kulturamt D\u00fcsseldorf zu gr\u00fcnden und rief die \u201eGruppe 53\u201c ins Leben. Neben der einzigartigen Malerei f\u00fcr die er bekannt ist, befasste er sich vorher mit Holzdruck und Plastik. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Die Holzschnitte von 1950 sind von hoher Qualit\u00e4t und zeitlos. Alle Frauenfiguren sind Bilder von seiner Ehefrau Christine, von der sich der Siebenundzwanzigj\u00e4hrige in Alltagssituationen inspirieren lie\u00df. Modell gesessen hat Christine nie. Wenn man die innige Verbindung des Paares sp\u00fcrte und die Verehrung, die er ihr zeigte, dann kann man sie wohl seine Muse nennen. Um arbeiten zu k\u00f6nnen brauchte er ihre N\u00e4he, ein einmaliger Versuch in einem externen Atelier zu malen scheiterte, seitdem malte er immer zu Hause. Die Handabz\u00fcge der Holzschnitte sind ausgewogen und spannungsvoll in ihrer Komposition und der Verzahnung der Fl\u00e4chen. Es ist dem K\u00fcnstler gelungen unterschiedliche Stimmungen zu transportieren. Gelernt hat er die Technik 1946-49 an der D\u00fcsseldorfer Kunstakademie bei Pankok, den er sehr verehrte. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Die Plastiken aus den Anf\u00e4ngen der Sechziger Jahre hat Peter Royen als Modelle f\u00fcr die Weiterverarbeitung in Metallguss gearbeitet. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Die Flow Fine Art Galerie hatte entschieden 2011 erstmalig die Gipsmodelle auszustellen. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Mit der Oberfl\u00e4chenstruktur und Farbigkeit der Gussvorlagen korrespondieren die Modelle mit dem Hauptwerk Peter Royens, den wei\u00dfen Bildern.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Die organischen Formen der Plastiken bieten ein weites Assoziationsfeld, sie lassen an Pflanzensamen und Fr\u00fcchte denken und auch an weibliche Akte. Wegen ihrer Schlichtheit und Archaik k\u00f6nnen sie auch an traditionelle Kunst von Naturv\u00f6lkern erinnern. Dieser Eindruck mag von dem Material und der Farbe der Modelle verst\u00e4rkt werden, denn die fertig gegossenen Plastiken sind hingegen aus einem Aluminiumstahlverbund gegossen, der silberfarben und matt ist. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Seinen einzigartigen Stil in der Malerei hat Peter Royen vor etwa zwanzig Jahren gefunden und beibehalten. Auf die Frage, wie sein Gef\u00fchl war, als er das erste Mal auf diese Weise in wei\u00df gemalt hat, sagte er: \u201eIch war \u00fcberrascht, \u00fcberrascht von der Wirkung. Und da bin ich dabei geblieben.\u201c <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Dabei war Wei\u00df nicht von Beginn an die Farbe seiner Wahl gewesen: Die Bilder seiner ersten Ausstellung kamen mit Rot daher. Aber weil die Kunstkritik damals mehr \u00fcber das intensive Rot als \u00fcber die f\u00fcr ihn wichtigen Formen sprach, musste etwas getan werden. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Peter Royen: \u201eDas Rot musste weg! So konnten sich meine Formen einfach besser Geh\u00f6r verschaffen. Nichts soll vom Wesentlichen ablenken\u201c. Die Bilder in Wei\u00df sind entsprechend zu seinem Markenzeichen geworden. Erst 2008 nach 50 Jahren machte er Rot zum wesentlichen Bestandteil einer Serie, angeregt von einem Gespr\u00e4ch mit Professor Werner Schmalenbach. Als dann der Galerist diese Arbeiten in seinem Atelier sah, kam die spontane Idee f\u00fcr den Ausstellungstitel: Royen sieht Rot. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Und doch kam er immer wieder auf Wei\u00df zur\u00fcck, denn diese Farbe, so sagt er, l\u00e4sst alles nach au\u00dfen offen, dr\u00e4ngt sich nicht auf. Mit der Entscheidung f\u00fcr Wei\u00df bleiben die Formen im Vordergrund.<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Wenn man die typische Malerei Royens in ihrer Einfachheit mit den eckigen Formen betrachtet k\u00f6nnen die Bilder auf den ersten Blick k\u00fchl und streng wirken. Aber schon bald l\u00e4sst sich die Lebendigkeit und W\u00e4rme in seiner Kunst erkennen. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Er regte den Betrachter an, viel Zeit vor seinen Arbeiten zu verbringen, sich in die Bilder hineinzulesen. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Dann finden wir die haptischen Eigenschaften des Materials und die subtile Raumwirkung. Ihm ging es darum, die r\u00e4umliche Wirkkraft von Farbe zu erforschen, wozu die Nicht \u2013 Farben Wei\u00df und Schwarz perfekt geeignet sind. Er verwendete folgende Technik: In sieben Schichten, da er schon als Kind die Gl\u00fcckszahl Sieben hatte, trug der K\u00fcnstler Farbe auf, wobei die erste Schicht immer ein Gelbton ist, die die grobe Untergrundskizze verschwinden l\u00e4sst. Er verwendete auch Bienenwachs, Dammarharz und Terpentin. <\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Die Bilder die Peter Royen \u201eBildobjekte\u201c nannte, sind also keineswegs durchgeplant, sondern die Lage der Linien und Vierecke ergibt sich erst im Laufe des langen Entstehungsprozesses. Die weiteren Schichten bearbeitete er mit Spachtel, Pinsel und Pinselstiel, so dass Formen und Muster entstehen. Zum Teil schliff er die Erhebungen von Farbe auch wieder ab. Die eigentlich monochrome Farbigkeit von Titanwei\u00df und Eisenoxydschwarz bekommt so seine subtile Tiefe und haptische Qualit\u00e4t. R\u00e4umliche Gewichtungen, H\u00f6hen und Tiefen ergeben ausgewogene Komposition, die zu einer meditativen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Betrachtung einladen, denn in seinen Werken konzentriert sich alles auf das Jetzt, auf das Sein selbst. Die Ruhe in den Bildern wurde auch von Museen in Japan erkannt und er hat in einem Zentrum des Zen ausgestellt. Professor Werner Schmalenbach hat ihn entsprechend einen \u201eLyriker der Malerei, einen Maler der Stille\u201c genannt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n[\/vc_column_text][vc_video link=&#8221;https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qfngdeYsuv0&#038;t=276s&#8221; align=&#8221;center&#8221;][\/vc_column][vc_column width=&#8221;1\/6&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8221;1\/6&#8243; offset=&#8221;vc_hidden-xs&#8221;][\/vc_column][vc_column width=&#8221;2\/3&#8243;][vc_column_text]\n<span class=\"collapseomatic \" id=\"id6a8026923992a\"  tabindex=\"0\" title=\"Ausstellungen\"    >Ausstellungen<\/span><div id=\"target-id6a8026923992a\" class=\"collapseomatic_content \">[vc_single_image image=&#8221;5032&#8243; img_size=&#8221;full&#8221; alignment=&#8221;center&#8221;]<\/div>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8221;1\/6&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8221;1\/6&#8243;][vc_single_image image=&#8221;3551&#8243; 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