Mark Harrington

Der amerikanische Maler Mark Harrington arbeitet mit dem Thema Reduktion und Wiederholung von horizontalen Linien und Strukturen, womit er faszinierende Kompositionen von unbegrenzter Weite schafft. In seinem Atelier bei München zieht er mit verschiedenen Werkzeugen tastbare Spuren in die Schichten der pastosen, noch feuchten Acrylfarbe. Mark Harrington stellt seit den 1980ern europaweit und in den USA aus, in Galerien und Museen. Seine Arbeiten sind in zahlreichen Sammlungen vertreten.Der amerikanische Maler Mark Harrington arbeitet mit dem Thema Reduktion und Wiederholung von horizontalen Linien und Strukturen, womit er faszinierende Kompositionen von unbegrenzter Weite schafft. In seinem Atelier bei München zieht er mit verschiedenen Werkzeugen tastbare Spuren in die Schichten der pastosen, noch feuchten Acrylfarbe. Mark Harrington stellt seit den 1980ern europaweit und in den USA aus, in Galerien und Museen. Seine Arbeiten sind in zahlreichen Sammlungen vertreten.

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Zwischenräume

Mark Harringtons Werke könnten wie rein formale Experimente wirken. Für den Künstler sind sie jedoch mehr als das. Er will, dass seine Malerei eine Wirkung hat, dass die Leinwand eine Stimmung im Betrachter hervorruft, eine Stimmung, die sich zunächst in dem Material hinter der Oberfläche verbirgt.

Harrington glaubt an eine sinnliche, emotionale und sogar spirituelle Dimension seiner Arbeiten. Aber seine Bilder bringen den Betrachter auch zum Nachdenken, Fragen kommen auf: sind seine Arbeiten, die als Ditpychen immer aus zwei Teilen bestehen, eine Suche nach dem Ausgleich der Elemente? Geht es um Harmonie und Gleichgewicht, Stabilität und Dynamik, Kontinuität und Pausen, Symmetrie und Unterschiede, Ordnung und Unordnung?

Im Wechsel zwischen dem Unnachgiebigen, Hermetisch abgedichteten einerseits und dem Leichten und Sinnlichen andererseits, zwischen dem Seltsamen und dem  Verführerisch schön gefärbten, offenbaren die Bilder ihre Vielfalt in der Logik von Reduktion.

Die Oberflächen hinterlassen eine Irritation: sie sind glatt, weich und gedeckt, und obwohl die Linien wirken als ob sie den gemalte Untergrund eingelassen sind wie Intarsien, als ob sie hinter einem Schleier liegen, wirken die Farben doch leuchtend und brilliant!

Die großen Rechtecke, die Mark Harrington produziert, werden wiederholt geschliffen, dann werden sie mit mehreren Schichten Gesso-Mischung bedeckt  und erneut geschliffen bis ein Renaissance-Fresko Abschluss entstanden ist. So erinnern seine Bilder an Objekte, auch durch die massive Holzkonstruktion, die die Leinwand stützt, auf der dann eine dicke Schicht aus Acrylfabe liegt.

Wie auch beim Fresko, werden in komplexen Schichten mit großer Geschwindigkeit Farben aufgetragen, während der schnell trocknende Gesso noch feucht ist, somit werden Pigmente in die Oberfläche aufgenommen und binden sich nicht darauf, sondern (wie auch in Fresko) in seinem Inneren. Die Farben wirken und sind untrennbar von den Strukturen, die sie halten.

Der Künstler arbeitet schnell und freihand, doch so kontrolliert und perfektioniert der Prozess durch seine Erfahrung auch sein kann mag, gibt es immer auch eine schnelle, unvorhergesehene Intuition die im Gegenspiel zu seiner konzipierten Komposition steht.

Dieser Vorgang des „Entdeckens-während-des-Tuns“ ist nicht notwendigerweise ein surrealistischer Automatismus oder eine Suche aus der Ideenwelt der Existentialisten, aber entsteht zwangsweise aus den Anforderungen seiner Technik, seiner Materialien und seines Körpers.

Da Harrington Wert darauf legt, die Körperlichkeit der Arbeiten zu betonen, schafft er nuancierte Übergänge zwischen Opazität und Transparenz, zwischen harten Rändern und Farbausblutungen.

Als letzten Arbeitsschritt deckt Harrington die gemalten Bänder ab. Er fügt ein halb-transparentes Pigment hinzu, ein milchiges Pigment, das weiterhin die Farbe verschleiert, die Ränder abmildert und die Gesso-Kreide-Mischung bindet bevor sie – noch feucht – abgewischt wird.

Das führt dazu, dass Bild und Objekt weiter verschwimmen und noch mehr die traditionellen Interaktionen zwischen zwei und drei Dimensionen hervorheben, die pre-moderne und moderne Malerei definiert haben. Die plastische Wirkung ist, dass die Farbe noch weiter in den Hintergrund geht, unser Bewusstsein erweitert sich derart, dass Farbe und Bild und Holz eins werden.

Ausstellungen
1

Mesa Roja (2014)
150 x 150 cm
VERKAUFT

2

Ohne Titel – Schwarz
39 x 58 cm
Preis auf Anfrage

3

Ohne Titel – Violett
57 x 50 cm
Preis auf Anfrage

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Painting: 100 - 400 €.

Sculpture: 200 - 800 €.