
Klaus Schröder arbeitet in Holz, in konsequenter Abstraktion ohne jegliche gegenständliche Anlehnung. Bei dieser Ausstellung zeigen wir sowohl reliefartige Wandobjekte als auch freistehende Arbeiten. Die abstrakten Wandtafeln mit dem Titel „Tafelobjekte“ hat er vor 20 Jahren entwickelt und greift dieses Thema jetzt wieder auf. Während die ursprünglichen Tafelobjekte sich durch mehrere rhythmisch gesetzte Einschnitte auszeichnen, hat er bei den neuesten Wandobjekten eine schlichtere Geometrie entdeckt.
Die freistehenden Arbeiten greifen das archaische Motiv des Bogens auf, das Klaus Schröder auf slavischen Friedhöfen wiedererkannte. Seit 1985 hat er deutschlandweit erfolgreiche Ausstellungen und nahm an zahlreichen Kunstmessen teil, wie z.B. an der Art Frankfurt.
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Spiegelungen
Klaus Schröder ist bekannt für die souveräne Beherrschung des Spagats zwischen Malerei und Skulptur. Seine Arbeiten reichen von freistehenden Holzskulpturen über Holzreliefs bis zu Kombinationen von Holz und Metall, sowohl als Bodenskulpturen als auch Wandobjekte.
Allen Werken ist gemeinsam, dass der Bildhauer jegliche Assoziationsfläche vermeidet und die Möglichkeiten erforscht, die die Skulptur als Kunstform an sich bietet. Es gibt keinen Bezug zu Körperhaltungen oder mimetischem Ausdruck, allerdings lassen sich die Kompositionen durch Eindrücke von Labilität und Statik empfindungsgemäß wahrnehmen.
Im Unterschied zu vielen zeitgenössischen Bildhauern wendet sich Klaus Schröder dem unspektakulären zu und erforscht die eher klassische bildhauerische Gestaltungsweise durch das variantenreiche Wechselspiel von Belassen und Bearbeiten. Charakteristisch sind die stärkeren Bearbeitungsspuren und eine ›grobe‹ Oberfläche. Hier wird nicht gehobelt und geglättet, sondern das Holz behält weitgehend seinen natürlichen Charakter.
Er nennt seine reliefartigen Arbeiten “Tafelobjekte“, ein zusammengesetzter Begriff der ebenso auf die alte Tafelmalerei verweist wie auf die neuzeitliche Objektkunst. Während einige seiner Arbeiten (manche gar als Tryptichon) ihre Verwandtschaft mit „klassischen Wandbildern“ kaum verleugnen können, betonen andere ihre Nähe zur skulpturalen Formsprache und erkunden in dieser Körperlichkeit den Grenzbereich von Fläche und Raum.
Vor allem die Reliefs bewegen sich in diesem Zwischenbereich. Sie leben vom Zusammenspiel von geometrischen Formen, Konstruktion und freier Gestaltung. Das gilt auch, wenn er die Tafelobjekt aus Holz um das Material Metall erweitert, indem er einen quadratischen Eisenrahmen um das Holz fügt. Die kompakte Form der Außenlinie, die durch das spürbare Gewicht des Materials noch verstärkt wird, wirkt zentriert und in sich ruhend.
Bei diesen Arbeiten sah er sich mit der unterschiedlichen Ausdruckskraft von Holz und Eisen konfrontiert, die er durch die Proportionen ausgeglichen hat. Der Dialog der Materialien findet im gestalterischen Mittel der Spiegelung statt, Formen wiederholen sich, werden im Gegenüber imitiert. Bei einigen Arbeiten hat der Künstler schwarzes Holz verwendet, was einen intensiven Farbkontrast schafft zu dem Rostbraun, noch verstärkt von weißen gemalten Elementen.
Die Materialmischung hat Klaus Schröder auf raumgreifende Skulpturen erweitert, wobei eine seiner Grundtechniken des Teilens und Zusammenfügens zum tragen kommt. Dabei sind die beiden Materialien unkompliziert verbunden, sie sind ineinandergefügt, so dass sich das Holz in das Eisen hineinschiebt. Dadurch entstehen stark vereinfachte, blockhafte Kompositionen, die mit kleinen Zwischenräumen die Raumform hervorheben. Diesen eher in sich ruhenden Kompositionen sind dramatische, raumgreifende Gestiken gegenüber gestellt. Die Spiegelungen sind auch hierbei zu finden, aber verbunden durch bewegtere Zwischenteile.
Die Unterschiedlichkeit der beiden Elemente wird auf verschiedene Weise betont: die mit der Motorsäge erzeugten Oberflächen der Holzpartien stehen im Kontrast zum Charakter des geschweißten Eisens, wie sich auch die Farbigkeit der Rostpatina absetzt von der Eigenfarbe des Holzes, das von Pappel und Ulme stammt. Die unterschiedliche Oberflächenstruktur des rostigen Metalls und des glatten Holzes spricht den haptischen Sinn des Betrachters an.
Die Tafelobjekte beziehen sich begrifflich einerseits auf mittelalterliche Tafelmalerei und sind andererseits als Objekt ganz in der Gegenwartskunst zuhause. Sie zeichnen sich durch mehrere rhythmisch gesetzte Einschnitte und eine schlichte Geometrie aus.
Seine Arbeiten besitzen eine Lebendigkeit, die sie durch das Zusammenspiel der geometrischen Formen mit Elementen freier Gestaltung erhalten. Die entspannte
Haltung des Bildhauers zur Geometrie verhindert dabei ein Erstarren in konstruktivistischer Strenge.
Die abstrakten Wandtafeln hat er 2013 als Form wieder aufgegriffen. Während die ursprünglichen Tafelobjekte sich durch mehrere rhythmisch gesetzte Einschnitte auszeichnen, hat er bei den neuesten Wandobjekten eine schlichtere Geometrie entdeckt. In die Flächen, die durch die Holzmaserung und die stärkeren Bearbeitungsspuren wirken, sind wenige einfache Formen in einer anderen Holzart gesetzt.
Klaus Schröder schafft “Bild-Formen“ die bezeugen, dass sich Geometrie und Lebendigkeit keinesfalls ausschließen müssen. Er sagt: „Meine Arbeiten entstehen im Dialog mit den Materialien.“
| Ausstellungen (Auswahl) | |
| 2018 | HKB-Galerie am Maxipark, Hamm |
| 2016 | Galerie FlowFineArt, Hitdorf |
| 2016 | AP Galerie, Madrid (ES) |
| 2015 |
Dr. Carl Dörken Galerie, Herdecke Kreishaus Ennepetal |
| 2014 |
Kunsthaus l` unico, Krefeld Galerie FlowFineArt, Hitdorf |
| 2013 | Ausstellung „kleine Formate“, Kunsthaus am Tierpark Dortmund Galerie FlowFineArt, Hitdorf |
| 2012 | Galerie Epikur, Wuppertal |
| 2011 |
Siegerland-Museum “NRW-KünstlerIn trifft Rubens” Kunstpreis Ennepe-Ruhr, Stadtwerke Witten/Kreishaus Schwelm Kunstauktion Bangladesch FEZ Forschungszentrum Witten Galerie Epikur, Wuppertal Galerie FlowFineArt, Hitdorf |
| 2010 | „Sehenswert“ Skulptur in Witten, Ruhr. Kulturhauptstadt Europas |
| 2009 |
Galerie Epikur, Wuppertal Ausstellung zu Gunsten des Deutschen Kinderschutzbundes |
| 2008 |
Kunst in der Kluterthöhle, Ennepetal Flow Fine Art Galerie, Hitdorf Ständige Vertretung durch die Galerie Epikur, Wuppertal |
| 2006 |
Hagenring Galerie, Hagen Zeche Zollverein, Essen, KunstQuadrate |
| 2004 |
Art Frankfurt Galerie Epikur |
| 2003 |
Modular Lighting Germany, Köln Bundeskanzleramt, Berlin Galerie Epikur Wuppertal Willy Brandt-Haus Berlin EN NatureArt – Art Frankfurt |
| 2002 | 29 Jahre Galerie Epikur, Wuppertal |
| 2001 |
Galerie Epikur Wuppertal Kunstverein Speyer Genji Monogatari-Projekt, Kunstmesse Köln Galerie Haus Herbede, Witten ART Frankfurt |
| 2000 |
Genji Monogatari-Projekt“Fritz Eicher Kunstverein Lingen Kunstmarkt Dresden Galerie Epikur |
| 1999 | Rothenbuchner, Wien Kunstforum Herne |
| 1997 |
Gothaer-Bezirks-Direktion Lüdenscheid (E) Ita Wegmann-Therapeutikum Dortmund (E) Art Multiple Düsseldorf Galerie Epikur Wuppertal |
| 1995 | Johanni Tagung, Refrath |
| 1994 |
„Antropos“ Freie Waldorfschule, Dinslaken (G) Klaus Mager, Messe Orgatec, Köln |
| 1993 |
Galerie Epikur Wuppertal· Galerie an der Johanneskirche Bochum, Glockengarten Schloß Steinhausen, Witten Kunst im Foyer Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke (E) Bernhard Rothenbuchner Wien (E) Jubiläum Institut Annener Berg, Witten BleselFineArt „Begegnung“ Freie Waldorfschule, Dinslaken(G) |
| 1992 | Städtische Gallerie Castrop-Rauxel, Intervalle Auftrag der Diakonie, ev. Kirche |
| 1987 |
1. Werkausstellung Wittener Künstler Firma Siemens; Galerie St. Jürgens, Lübeck |
| 1985 |
Galerie Hof Alfrin, Herscheid Therapeutikum, Dortmund Ausstellungen am Silberknapp/Dortmund (G) |
| 1983 | Gemeinschaftsaustellung europäischer Künstler „Die Frage“, Nikodemus-Kirche, Herdecke Galerie Gertrud Dorn, Stuttgart |
| Vita | |
| 1953 | Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern in den Marmorbrüchen von Carrara/Italien. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ die Fertigstellung von Skulpturen Henry Moores. |
| 1983 | Aufbau des Ateliers im Gederbachtal/Witten. |
| 1989 | „Die Kunst des 20. Jahrhunderts und ihre Techniken“, Mönchehaus-Museum, Goslar (D) |
| 2005 | EN NatureArt & More, EuroLuce, Milano |
| Seit 2004 | Aufbau des Fachbereichs Methodik-Didaktik an der Alanus Hochschule Alfter/Bonn, Lehrauftrag. Mitarbeit an dem Modellversuch „Doppelqualifizierende Lehrerbildung“ an der Universität Paderborn. |






