Dan Hepperle

Dan Hepperle, der in der Abgeschiedenheit eines Dorfes in der Eifel arbeitet, malt mit der Hauptfarbe Weiß, die den Betrachter zu Ruhe, Konzentration und Zeitlosigkeit führt.
Er greift das Thema Licht auf und weist damit auf etwas Nicht-Physikalisches, Metaphysisches hin. Mit unendlichen Variationen erzeugt er immer neue Stimmungen und Klänge. Raum ist ein weiteres Thema, ausgedrückt als Linie, die die Bildfläche betritt, spielerisch tanzend, oder streng und geradlinig. Seine Bilder wirken lebendig und doch in sich ruhend, sie zeigen scheinbar wenig und doch sehr viel.
Seit 1994 ist er bei zahlreichen Ausstellungen und Messen in Deutschland und den Niederlanden präsent. Seine Arbeiten befinden sich in vielen Privatsammlungen und im öffentlichen Besitz bei Banken und Firmen. Der 1956 geborene Künstler ist inspiriert von Zen und spielt die Shakuhachi-Flöte.

Weiterlesen

Lebendiges Weiß

In einem Interview erzählte Dan Hepperle: „Ich erinnere mich an ein besonderes Erlebnis: ich kam gerade vom Kunstunterricht der Schule nach Hause und setzte dort meine Malerei fort.

Ich fiel in einen zeitlosen Zustand, meine Wahrnehmung veränderte sich und ich konnte sehr feinstofflich Energien erfühlen, nicht nur bei mir, in meiner Malerei, sondern sogar im weiteren Umfeld der Stadt. Ich versuche immer wieder, in diesen Zustand bei meiner Malerei zu kommen. Dann bin ich sozusagen ganz im Bild, ganz präsent. Als Weg dorthin habe ich für mich die Zen-Meditation gefunden. Hier komme ich in eine Stille, in diesen zeitlosen Raum, und versuche dies auch in meinen Bildern zum Ausdruck zu bringen.“

Im Rahmen seiner Beschäftigung mit dem Zen-Buddhismus spielt er die Shakuhachi-Flöte und verfasst Haiku-Gedichte. Die innere Stille steht somit im Zentrum seiner Kunst. Wie manche Musiker in ihren Kompositionen die Stille hörbar machen, macht er sie in seinen Bildern sichtbar. Weiterer Hintergrund für seine  Malerei sind die Themen Licht und Raum. Daher kommt auch seine Farbwahl, denn Licht äußert sich in seiner reinsten Erscheinung als Farbe Weiß und weist auf etwas Nicht-Physikalisches, Metaphysisches, hin.

Mit seinen unendlichen Variationsmöglichkeiten ermöglicht es ihm immer wieder neue Stimmungen und Klänge zu erzeugen, die an Lichtspiele erinnern. Seine Bilder sind immer Annäherungen an Weiß, denn ganz weiß sind seine Arbeiten nie.

Raum ist ein zweiter wichtiger Aspekt und zeigt sich als Linie, die Perspektive schaffend die Bildfläche betritt, spielerisch tanzend, musikalisch leicht oder auch streng und geradlinig.

Dan Hepperle malt in vielen Schichten mit Öl. Der Untergrund ist dunkel und dann trägt er immer mehr weiß auf.  Unendlich viele Weißtöne, jeder um einen Hauch anders, so dass er nur durch den feinen Unterschied zu einem anderen Weißton überhaupt sichtbar wird. Der Prozess des permanenten Bearbeitens ist spürbar und sichtbar. Der Künstler experimentiert mit Überlagerungen und Schichtungen von Farbflächen: Subtil wird immer wieder über- und nebeneinandergemalt, -gezeichnet oder sogar -gespachtelt, bis eine filigran modulierte Oberflächenstruktur entstanden ist. Vielfach wird in die Schichtungen geritzt, oder sie werden auch schon mal mit der Drahtbürste bearbeitet. Er ist von der Natur und ihren Prozessen inspiriert: seine Arbeiten erinnern an Verwitterungsprozesse oder atmosphärische Phänomene.
Seine Arbeiten umfassen unterschiedliche Werkgruppen. Eine Gruppe von eher strengeren Arbeiten zeichnet sich durch meist horizontale Linien aus. Die Linien sind jedoch nie mit dem Lineal gezogen, sondern verlaufen amorph. Sie weisen einen skriptiven Charakter auf, der sich manchmal sogar kalligraphischer Zeichensetzung annähert. Das alles mit scheinbar leichter Hand, die einer formalen Strenge entgegenwirkt. Akzente werden durch rechteckige Farbflächen gesetzt, die dem Auge des Betrachters Halt und Orientierung geben. So verbindet der Künstler in eindrucksvoller Weise Malerisch-Flächenhaftes und Zeichnerisch-Lineares.

Eine weitere Gruppe sind Wandobjekte, die aus mehreren Schichten von Leinwand bestehen und die an Bücher oder an Kalender erinnern. Die Leinwandstücke, auf die Zeichen gemalt oder gezeichnet sind, scheinen Reststücke zu sein. Es entsteht die Gesamtwirkung etwas Altes, Gebrauchtes vor sich zu haben, sogar Verrottetes. Die Objekte haben einen Prozess hinter sich, der wiederum an die Veränderlichkeit der Natur erinnert.

Diese Technik mit Leinwandresten ist weitergeführt bei Wandobjekten in Kastenform. Es handelt sich um Holzkästen, die mit mehreren Schichten bemalter Leinwand verkleidet sind. Dan Hepperle selber denkt an geflickte Jutesäcke, offensichtlich ist etwas ausgebessert worden. Zusätzliche Patina bekommen die Arbeiten durch eine Wachsschicht, die er aufgebügelt hat. Die Verwendung von Reststücken erinnert in ihrer Grundidee an die Philosophie der Arte Povera, die in ihrer ursprünglichen Ausprägung nur mit gewöhnlichen und alltäglichen Materialien gearbeitet hat und aus diesen räumliche Installationen schuf.

Eine weitere Gruppe sind Ölbilder und auch Grafiken, bei denen auf weißem oder schwarzem Grund Linienformationen markant gesetzt sind. Zu einigen dieser Arbeiten war er von der Maserung von Flusssteinen inspiriert. Diese Formen ermöglichen aber auch Assoziationen zu vegetativen Formen, zu figürlichen Darstellungen oder zu Wegformationen.

Er selber fragt sich selber manchmal, was er eigentlich tut, worum es eigentlich geht bei seiner Kunst. Für ihn gehört es zum künstlerischen Prozess auch einmal zu zweifeln, und so darf auch die Frage kommen: immer nur weiß?

Der Betrachter sollte sich Zeit nehmen, um sich die Bilder von Dan Hepperle zu erschließen. Man kann mit der Betrachtung irgendwo in den Bildern einsteigen, vielleicht an einer markanten Stelle, und ehe man es richtig bemerkt, wandert der Blick über die Oberflächen, versenkt man sich in die vielen Schichtungen der Bilder und lässt sich hineinziehen in die meditative Stimmung der Gemälde.

Ausstellungen

Ohne Titel (2014)
63 × 53 cm
2.100 €

Ohne Titel (2009)
63×53 cm
1.700 €

Ohne Titel (2016)
75×75 cm
3.600 €

Ohne Titel (2015)
40×120 cm
3.300 €

Transportation and costs

1. Pickup

Pick up your art object in our gallery in Leverkusen between Cologne and Dusseldorf.

Additional transport costs: 0 €.

2. Delivery <150 km Cologne / Dusseldorf with our van

We can deliver the art to you if you live near Cologne or Dusseldorf (<150 km).

Additional transport costs: 100 - 200 €.

3. Delivery by parcel service

The art will be sent to you insured by parcel service. These are the usual prices from DHL. The exact price depends on the size and weight of the artwork.

Additional transport costs within Germany:

Photo: 50 - 200 €.

Painting: 100 - 400 €.

Sculpture: 200 - 800 €.